{"id":122,"date":"2016-01-13T19:57:15","date_gmt":"2016-01-13T18:57:15","guid":{"rendered":"http:\/\/www.jule-pape.de\/kiddos\/?p=122"},"modified":"2016-01-13T19:57:15","modified_gmt":"2016-01-13T18:57:15","slug":"du-sollst-den-sabbat-heiligen","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.jule-pape.de\/kiddos\/du-sollst-den-sabbat-heiligen\/","title":{"rendered":"Du sollst den Sabbat heiligen"},"content":{"rendered":"<p>zur Startseite: www.derKindergottesdienst.de<br \/>\n4. Gebot &#8211; Feiertag heiligen<br \/>\n(Du sollst den Sabbat heiligen)<\/p>\n<p>Bibeltext: 2. Mose 20,8-11; 2. Mose 16,1-36<br \/>\nLehre: Du sollst den Sabbat heiligen.<\/p>\n<p>Bibelvers: 2. Mose 20,8 (Luth): Gedenke des Sabbattages, dass du ihn heiligst.<\/p>\n<p>(Verkehrsschilder zeigen. Die Kinder sollen sie nennen. Zum Schluss ein Stoppschild zeigen.) Was sagt das Stoppschild? Genau, man soll stoppen. Man muss wirklich anhalten. Aber warum? Meist, um zu schauen, ob andere Autos auf der Stra\u00dfe sind. Wenn man anh\u00e4lt, dann kann man sich wirklich umschauen, dann hat man wirklich Ruhe, um zu sehen, was wichtig ist. Beim Fahren kann man das nicht so gut sehen.<\/p>\n<p>F\u00fcr unser Leben gibt Gott uns auch so ein Stoppschild. Ich m\u00f6chte es euch vorlesen: (2. Mose 20,8-10 lesen) &#8222;Gedenke des Sabbattages, dass du ihn heiligest. Sechs Tage sollst du arbeiten und alle deine Werke tun. Aber am siebenten Tage ist der Sabbat des HERRN, deines Gottes. Da sollst du keine Arbeit tun, auch nicht dein Sohn, deine Tochter, dein Knecht, deine Magd, dein Vieh, auch nicht dein Fremdling, der in deiner Stadt lebt.&#8220;<\/p>\n<p>Der Sabbat ist eigentlich der Samstag. Gott hat den Israeliten diesen Feiertag gegeben. Jeden Sabbat, jeden Samstag, sollten sie stoppen und Pause machen. Das war schon in der W\u00fcste so.<\/p>\n<p>Als Mose das Volk Israel aus \u00c4gypten herausgef\u00fchrt hat, sind sie durch die W\u00fcste gezogen. Aber bald gab es nicht mehr genug zu essen. &#8222;Mein Magen knurrt so, ich habe Hunger&#8220;, schimpfte einer. &#8222;Ich m\u00f6chte jetzt so gerne einen leckeren Braten und Gem\u00fcse essen, wie in \u00c4gypten&#8220;, \u00fcberlegte ein anderer laut. Alle waren schlecht gelaunt und schimpften. Sie verga\u00dfen ganz, was Gott schon f\u00fcr sie getan hatte und meckerten und murrten.<\/p>\n<p>Aber Mose vertraute auf Gott und redete mit ihm. Dann stellte er sich vor das Volk hin. Alle kamen neugierig zusammen. Was w\u00fcrde Mose dazu sagen? &#8222;Gott hat gesagt: Ich werde euch heute Abend Fleisch zu essen geben und morgen fr\u00fch werde ich Brot vom Himmel regnen lassen.&#8220; Jetzt mussten die Israeliten vertrauen und warten. Sie hatten ein Problem, aber Gott hat versprochen, sie zu retten. Und tats\u00e4chlich kam am Abend ein gro\u00dfer Schwarm Wachteln, also V\u00f6gel, \u00fcber das Lager. Sie flogen so tief, dass man sie einfach einfangen konnte. Das gab ein Fest. \u00dcberall vor den Zelten brieten die Leute Wachteln und a\u00dfen, so viel sie wollten. So gutes Essen hatten sie schon lange nicht mehr gehabt.<\/p>\n<p>Gott hatte f\u00fcr alle Israeliten Fleisch besorgt. Aber er hatte ja auch noch Brot versprochen. Als die Israeliten am Morgen neugierig aus ihren Zelten schauten, sahen sie erst einmal nur Tau. Als der Tau verdunstete, sah man auf der Erde kleine wei\u00dfe K\u00fcgelchen liegen. &#8222;Man hu?&#8220; fragten sie &#8211; &#8222;Was ist das?&#8220; Das kannten sie nicht. Jemand probierte es vorsichtig. &#8222;Hmm, schmeckt das gut! Es schmeckt wie Honigkuchen. Ganz s\u00fc\u00df. Man kann es gut essen.&#8220; Man hu klang so \u00e4hnlich wie Manna. Deshalb nannten sie die wei\u00dfen K\u00f6rnchen Manna.<\/p>\n<p>&#8222;Das ist das Brot, das Gott euch versprochen hat!&#8220; erkl\u00e4rte Mose. Sammelt davon ein, soviel ihr f\u00fcr heute braucht. Lasst aber nichts \u00fcbrig bis zum n\u00e4chsten Tag, denn dann wird es nicht mehr genie\u00dfbar sein! Morgen wird Gott euch neues Brot geben.&#8220; Die Israeliten sammelten. Jeder etwa einen Krug voll. Als die Sonne w\u00e4rmer wurde, schmolz das Manna auf dem Boden und es war bald ganz weg. Die Israeliten a\u00dfen sich wieder satt. Sie freuten sich. Sie waren in Not und hatten Gott angerufen. Und Gott hatte ihnen geholfen. Und morgen w\u00fcrde es wieder etwas davon geben. Deshalb konnten sie ja alles aufessen. Manche Israeliten trauten Gott immer noch nicht ganz. Sie lie\u00dfen lieber etwas Manna in ihren Kr\u00fcgen \u00fcbrig. Aber am n\u00e4chsten Morgen war es voller W\u00fcrmer und stank schrecklich. Schnell vergruben sie es im Sand und sammelten frisches Manna.<\/p>\n<p>So ging es die ganze Woche. Jeden Tag gab es neues Manna. Jeden Tag arbeiteten die Israeliten. Es geh\u00f6rte zu ihrer Arbeit, morgens das Manna aufzusammeln. Am 6. Tag sagte Mose: &#8222;Heute sollt ihr doppelt so viel Manna sammeln. Morgen ist Sabbat, da ist Ruhetag. Morgen wird es kein Manna geben und ihr sollt euch ausruhen.&#8220; Also schon da in der W\u00fcste hat Gott darauf geachtet, dass die Menschen einen Ruhetag hatten. Manna zu sammeln war Arbeit. Jeder musste viel aufsammeln, damit alle satt wurden. Aber am Ruhetag, am Sabbat, da sollten die Israeliten frei haben. Da sollten sie anhalten. Da sollten sie stoppen, wie an einem Stoppschild.<\/p>\n<p>Das Gute an einem Stoppschild ist, dass man langsamer wird und Zeit hat, sich umzuschauen und nachzudenken. So ist es auch im Alltag. Wenn du jeden Tag nur immer arbeitest, dann hast du keine Zeit, nachzudenken. Du denkst vielleicht: &#8222;Aber ich arbeite ja noch gar nicht richtig, das Gebot ist ja nur was f\u00fcr die Erwachsenen.&#8220; Aber das Stoppschildgebot ist auch f\u00fcr dich. Du arbeitest ja auch, in der Schule. Du hast Hausaufgaben auf, du musst f\u00fcr die Schule \u00fcbern und lernen. Aber dann hast du vielleicht noch viele andere Dinge zu tun, nicht nur Schwieriges, sondern auch Sch\u00f6nes. Du machst Sport, du spielst ein Instrument und musst \u00fcben. Oder du hast tolle Computerspiele oder B\u00fccher, die dich besch\u00e4ftigen. Oder du triffst dich mit Freunden. Das sind alles gute Sachen, aber sie besch\u00e4ftigen dich oft so, dass du gar nicht anh\u00e4ltst und dir Zeit f\u00fcr Gott nimmst. Gott m\u00f6chte, dass du anh\u00e4ltst und dir Zeit nimmst, mit ihm zu reden und mit ihm zusammen auf den Leben zu schauen.<\/p>\n<p>Die Israeliten hatten 6 Tage lang Zeit und durften Manna sammeln. Aber am 7. Tag sollten sie eine Pause machen. Sie sollten sich Zeit nehmen f\u00fcr Gott. Aber schon machten sich einige wieder Sorgen. &#8222;Du wei\u00dft doch, was mit dem Manna am n\u00e4chsten Tag passiert. Es ist voller W\u00fcrmer und stinkt. Niemand kann es essen. Wenn wir jetzt am 6. Tag doppelt so viel sammeln und \u00fcbriglassen\u2026 Das wird ein Gestank im Lager geben und wir haben nichts zu essen. Das geht doch gar nicht.&#8220; Aber was hatte Gott gesagt? Sie sollten am 6. Tag doppelt so viel sammeln und es \u00fcbrig lassen. Gott hatte es gesagt. Und tats\u00e4chlich, am Sabbat war das Manna in den Kr\u00fcgen noch in Ordnung. Nichts stank, es waren keine W\u00fcrmer drin. Der Sabbat ist ein Ruhetag, den Gott uns Menschen geschenkt hat. Wir d\u00fcrfen mal Pause machen. Wir m\u00fcssen nicht immer Arbeiten und uns um alles um uns herum k\u00fcmmern. Wir d\u00fcrfen eine Pause machen. Gott selbst hat ja auch eine Pause gemacht. (1. Mose 2,2-3 lesen). Als Gott die Welt in 6 Tagen geschaffen hat, hat er am 7. Tag eine Pause gemacht. Er war nicht m\u00fcde und brauchte eine Pause. Aber er hat einfach eine Pause gemacht, um sich alles in Ruhe anzuschauen.<\/p>\n<p>Wir d\u00fcrfen am 7. Tag eine Pause machen. Und wir d\u00fcrfen uns Zeit nehmen, um mit Gott unser Leben anzuschauen. Wir feiern heute als Ruhetag den Sonntag, weil Jesus an einem Sonntag auferstanden ist. Und an diesem Tag d\u00fcrfen wir Pause machen. Vielleicht gehst du in den Kindergottesdienst. Dort hast du Zeit, von Gott zu h\u00f6ren. Aber auch am Nachmittag kannst du dir Zeit nehmen. Nimm dir jeden Sonntag Zeit, halte an, stoppe, und rede mit Gott \u00fcber dein Leben. Sag Gott, wie du dich f\u00fchlst und frage Gott auch, ob dein Leben so ist, wie es ihm gef\u00e4llt. Nur wenn du stoppst, hast du Zeit zum Nachdenken und zum Reden mit Gott. Wenn du nur immer besch\u00e4ftigt bist, dann rennst du einfach immer weiter und kannst nicht darauf achten, was Gott f\u00fcr dein Leben m\u00f6chte. Deshalb mach am 7. Tag eine Pause.<\/p>\n<p>Gott hat uns diese Pause in der Woche geschenkt. Er hat es auch den Israeliten geschenkt. Aber manche konnten Gott nicht vertrauen. Sie nahmen auch am Sabbat ihre Kr\u00fcge, um wieder Manna zu sammeln. Doch Gott hatte gesagt, am Sabbat sollten sie nichts sammeln. Und sie fanden auch nichts. Es gab an diesem Tag kein Manna und sie konnten gar nicht sammeln. Aber sie brauchten es ja auch nicht, denn Gott hatte das Manna vom 6. Tag bewahrt, dass es nicht schlecht wurde. Jetzt verstanden sie es. Sie konnten Gott vertrauen und den 7. Tag wirklich stoppen.<\/p>\n<p>(Die Kinder fragen, was man am Feiertag tun darf. (die Antwort nicht kommentieren.))<br \/>\nDarf man Essen kochen?<br \/>\nDarf man die Blumen im Garten gie\u00dfen?<br \/>\nDarf man aufr\u00e4umen?<br \/>\nDarf man seine Schultasche f\u00fcr den n\u00e4chsten Tag vorbereiten?<br \/>\nDarf man zu einem Fu\u00dfballspiel gehen?<br \/>\nDarf man Freunde besuchen?<br \/>\nDarf man Hausaufgaben machen?<br \/>\nDarf man etwas lesen, was nicht mit Gott zu tun hat?<br \/>\nDarf man am Feiertag arbeiten gehen?<\/p>\n<p>Die Pharis\u00e4er damals haben genau festgelegt, was man am Sabbat tun durfte und was nicht. Jeder wusste, wie viele Schritte man laufen durfte, was man tragen durfte und was nicht. Vieles war verboten, auch das Heilen, das \u00c4hren sammeln oder das tragen der Schlafmatte. Jesus hat sich deshalb manchmal mit den Pharis\u00e4ern gestritten. Denn das ist gar nicht das, was Gott meinte. Ich denke, man darf am Feiertag Essen kochen oder aufr\u00e4umen, ja sogar die Hausaufgaben machen, wenn es sein muss, oder arbeiten gehen. Denn es geht Gott nicht darum. Gott hat uns den Feiertag gegeben, damit wir anhalten und uns Zeit f\u00fcr ihn nehmen. Er hat nicht gesagt, wie viele Minuten und das ist auch gar nicht wichtig. Ich denke, das Wichtigste ist, dass wir immer mal wieder Pause machen und uns Zeit f\u00fcr Gott nehmen. Eigentlich sollte das sogar jeden Tag sein, aber dann einmal in der Woche noch mehr. Und wenn du sp\u00e4ter am Sonntag arbeiten musst, weil du Krankenschwester wirst? Dann arbeitest du eben am Sonntag und nimmst dir einen anderen Tag in der Woche Zeit. Der Feiertag ist ein Geschenk f\u00fcr den Menschen und kein Zwang.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>zur Startseite: www.derKindergottesdienst.de 4. Gebot &#8211; Feiertag heiligen (Du sollst den Sabbat heiligen) Bibeltext: 2. Mose 20,8-11; 2. Mose 16,1-36 Lehre: Du sollst den Sabbat heiligen. Bibelvers: 2. Mose 20,8 (Luth): Gedenke des Sabbattages, dass du ihn heiligst. (Verkehrsschilder zeigen. Die Kinder sollen sie nennen. Zum Schluss ein Stoppschild zeigen.) Was sagt das Stoppschild? Genau, man soll stoppen. Man muss wirklich anhalten. Aber warum? Meist, um zu schauen, ob andere Autos auf der Stra\u00dfe sind. Wenn man anh\u00e4lt, dann kann man sich wirklich umschauen, dann hat man wirklich Ruhe, um zu sehen, was wichtig ist. Beim Fahren kann man das nicht so gut sehen. F\u00fcr unser Leben gibt Gott uns auch so ein Stoppschild. Ich m\u00f6chte es euch vorlesen: (2. Mose 20,8-10 lesen) &#8222;Gedenke des Sabbattages, dass du ihn heiligest. Sechs Tage sollst du arbeiten und alle deine Werke tun. Aber am siebenten Tage ist der Sabbat des HERRN, deines Gottes. Da sollst du keine Arbeit tun, auch nicht dein Sohn, deine Tochter, dein Knecht, deine Magd, dein Vieh, auch nicht dein Fremdling, der in deiner Stadt lebt.&#8220; Der Sabbat ist eigentlich der Samstag. Gott hat den Israeliten diesen Feiertag gegeben. Jeden Sabbat, jeden Samstag, sollten sie stoppen und Pause machen. Das war schon in der W\u00fcste so. Als Mose das Volk Israel aus \u00c4gypten herausgef\u00fchrt hat, sind sie durch die W\u00fcste gezogen. Aber bald gab es nicht mehr genug zu essen. &#8222;Mein Magen knurrt so, ich habe Hunger&#8220;, schimpfte einer. &#8222;Ich m\u00f6chte jetzt so gerne einen leckeren Braten und [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[59,63],"class_list":["post-122","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein","tag-2-mo-16","tag-2-mo-20"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.jule-pape.de\/kiddos\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/122","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.jule-pape.de\/kiddos\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.jule-pape.de\/kiddos\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.jule-pape.de\/kiddos\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.jule-pape.de\/kiddos\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=122"}],"version-history":[{"count":1,"href":"http:\/\/www.jule-pape.de\/kiddos\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/122\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":123,"href":"http:\/\/www.jule-pape.de\/kiddos\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/122\/revisions\/123"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.jule-pape.de\/kiddos\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=122"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.jule-pape.de\/kiddos\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=122"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.jule-pape.de\/kiddos\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=122"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}