{"id":195,"date":"2016-01-13T21:22:26","date_gmt":"2016-01-13T20:22:26","guid":{"rendered":"http:\/\/www.jule-pape.de\/kiddos\/?p=195"},"modified":"2016-01-16T12:48:34","modified_gmt":"2016-01-16T11:48:34","slug":"du-sollst-nicht-begehren","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.jule-pape.de\/kiddos\/du-sollst-nicht-begehren\/","title":{"rendered":"Du sollst nicht begehren"},"content":{"rendered":"<p>zur Startseite: www.derKindergottesdienst.de<br \/>\nNabots Weinberg<\/p>\n<p>Bibeltext: 1. K\u00f6nige 21,1-29<br \/>\nLehre: Du sollst nicht begehren.<\/p>\n<p>Bibelvers: 2. Mose 20,17 (Luth): Du sollst nicht begehren deines N\u00e4chsten Haus, \u2026 noch alles, was dein N\u00e4chster hat.<br \/>\n(Hfa): Begehre nicht, was deinem Mitmenschen geh\u00f6rt.<\/p>\n<p>K\u00f6nig Ahab ging im Garten seines Palastes spazieren. Er war K\u00f6nig. Er hatte einen riesigen Palast. \u00dcberall sah man seinen Reichtum. Sein Palast war viel gr\u00f6\u00dfer als alle anderen H\u00e4user in der N\u00e4he. Eigentlich hatte er Grund genug, zufrieden zu sein. Immerhin war er der K\u00f6nig. Er schaute seinen sch\u00f6nen Garten an. Dann schauter er \u00fcber die Mauer zum Nachbargrundst\u00fcck. Direkt neben seinem Palast war ein Weinberg. Dort wurden Weintrauben angepflanzt. Aber die Trauben interessierten K\u00f6nig Ahab nicht.<\/p>\n<p>\u201eEs w\u00e4re doch sch\u00f6n, wenn mir das Grundst\u00fcck auch noch geh\u00f6ren w\u00fcrde\u201c, dachte sich Ahab. Er \u00fcberlegte, was er alles daraus machen k\u00f6nnte. \u201eIch k\u00f6nnte aus dem Weinberg einen sch\u00f6nen Garten machen und Kohl dort anpflanzen.\u201c Der Gedanke gefiel Ahab. \u201eIch muss diesen Weinberg haben!\u201c dachte er sich. Aber der Weinberg geh\u00f6rte ihm nicht.<\/p>\n<p>Kennst du diese Gedanken. Jemand anderes hat etwas, was dir sehr gef\u00e4llt: ein tolles Fahrrad, das neuste Computerspiel, eine neue Jacke. Es ist sch\u00f6n, wenn du dich mit deinen Freunden dar\u00fcber freuen kannst, was sie haben. Aber manchmal denkt man dann: das ist nicht gerecht, ich will das auch haben, warum bekommt sie immer alles und ich nicht. Dazu steht etwas in der Bibel. Dort hei\u00dft es: Du sollst nicht begehren. Wenn du etwas unbedingt haben willst und richtig neidisch auf den anderen bist, dann ist das Begehren. Das ist S\u00fcnde. Gott gef\u00e4llt es nicht. So ging es dem K\u00f6nig Ahab. Er schaute zu dem Weinberg hin\u00fcber. Aber der Weinberg geh\u00f6rte Nabot. Er hatte schon immer der Familie von Nabot geh\u00f6rt, und schlie\u00dflich hatte er ihn von seinem Vater geerbt.<\/p>\n<p>\u201eIch muss mit Nabot reden\u201c, \u00fcberlegte sich der K\u00f6nig. Ein paar Tage sp\u00e4ter sah K\u00f6nig Ahab, dass Nabot in seinem Weinberg war. Schnell ging er zu ihm hin\u00fcber. \u201eHallo Nabot\u201c, sagte er. \u201eDein Weinberg liegt so nahe bei meinem Haus. Ich w\u00fcrde ihn gerne habe. Ich k\u00f6nnte dann einen Kohlgarten daraus machen. Bitte verkaufe mir deinen Weinberg. Ich werde dir viel Geld daf\u00fcr geben, oder wenn du m\u00f6chtest, einen viel besseren Weinberg.\u201c K\u00f6nig Ahab wartete ungeduldig auf Nabots Antwort. Aber er wurde entt\u00e4uscht. \u201eNein\u201c, sagte Nabot, \u201edas kann ich nicht machen. Der Weinberg hat schon immer unserer Familie geh\u00f6rt. Ich habe ihn von meinem Vater geerbt.\u201c Damals in Israel durfte niemand Land einfach so verkaufen. Gott hatte jeder Familie ein bestimmtes St\u00fcck Land gegeben. Das sollte immer der Familie geh\u00f6ren. Nabot h\u00f6rte auf Gott und lehnte das Angebot vom K\u00f6nig Ahab ab.<\/p>\n<p>Ahab war zornig. Voller Wut ging er nach Hause. \u201eWas bildet Nabot sich eigentlich ein!\u201c schimpfte er vor sich hin. \u201eIch bin doch K\u00f6nig. Das w\u00e4re so sch\u00f6n gewesen, wenn ich dort einen Kohlgarten pflanzen k\u00f6nnte.\u201c Zuhause angekommen ging er in sein Zimmer und legte sich ins Bett. Er drehte sich zur Wand und wollte niemanden sehen. Ahab begehrte den Weinberg von Nabot. Aber das machte ihn nicht gl\u00fccklich, sondern sehr traurig. Wenn du etwas begehrst und nicht bekommst, dann macht dich das traurig. Und Gott gef\u00e4llt es nicht, denn er hat gesagt: Du sollst nicht begehren. Gott hat uns so viel Gutes gegeben. Wir leben in einem Land, in dem Frieden ist, in dem wir genug zu essen haben. Wir haben genug Kleidung und brauchen nicht zu frieren. Gott hat dir Freunde gegeben, eine Familie. Du kannst dich daran freuen und Gott daf\u00fcr danken. Und wenn dein Freund etwas ganz tolles bekommt, was du dir auch schon lange w\u00fcnscht, dann freue dich doch mit deinem Freund. Du brauchst nicht neidisch zu sein, denn du hast auch so viele Dinge, an denen du dich freuen kannst. Sei nicht so wie der K\u00f6nig Ahab. Er war ungl\u00fccklich.<\/p>\n<p>Isebel, seine Frau, lie\u00df ihn zum Essen rufen, aber K\u00f6nig Ahab wollte nicht einmal essen. Er lag in seinem Bett und schmollte. Schlie\u00dflich kam Isebel, seine Frau, zu ihm. \u201eWas ist denn mit dir los, Ahab?\u201c, wollte sie wissen. \u201eWarum isst du nichts und bist so traurig, was ist denn passiert?\u201c Ahab klagte Isebel sein Leid: \u201eIch bin zu Nabot gegangen. Ich wollte seinen Weinberg kaufen. Aber er sagte einfach nein.\u201c \u201eDu bist doch K\u00f6nig!\u201c, antwortete Isebel. \u201eDu hast doch die Macht. Aber mach dir keine Sorgen, ich k\u00fcmmere mich darum. Steh auf und iss etwas. Ich werde dir den Weinberg von Nabot verschaffen.\u201c<\/p>\n<p>Isebel schrieb einige Briefe an die \u00c4ltesten der Stadt, also an die, die die Stadt regierten. Sie schrieb sie in Ahabs Namen, so als wenn Ahab sie geschrieben h\u00e4tte. Dann versiegelte sie die Briefe. Das Siegel war so wie eine Unterschrift. Jeder wusste jetzt, dass die Briefe vom K\u00f6nig kamen. Als die \u00c4ltesten die Briefe bekamen, waren sie etwas verwundert dar\u00fcber. Aber da sie direkt vom K\u00f6nig kamen, \u00fcberlegten sie nicht lange, sondern taten, was darin stand.<\/p>\n<p>Sie planten ein gro\u00dfes Fest. Alle sollten sich versammeln und zusammen fasten. Auch Nabot war dabei. Nabot bekam einen besonderen Platz. Er sa\u00df ganz weit vorne bei den wichtigsten Leuten der Stadt. Isebel hatte alles genau geplant. In der N\u00e4he von Nabot sa\u00dfen zwei M\u00e4nner. Pl\u00f6tzlich standen die M\u00e4nner auf und zeigten auf Nabot: \u201eEr hat gegen Gott und gegen den K\u00f6nig gel\u00e4stert!\u201c, riefen sie laut, so dass alle es h\u00f6ren konnten. \u201eWir haben es genau geh\u00f6rt.\u201c Das stimmte nicht. Die M\u00e4nner hatten Geld bekommen, damit sie so etwas von Nabot erz\u00e4hlten. Aber die anderen Leute wussten das nat\u00fcrlich nicht. Sie h\u00f6rten sich an, was die zwei falschen Zeugen aussagten. Und dann war klar: wenn Nabot gegen Gott und gegen den K\u00f6nig geredet hat, dann muss er gesteinigt werden. Sie schleppten Nabot fort und steinigten ihn.<\/p>\n<p>Kurz darauf kam ein Bote zu Isebel. \u201eEs ist alles so geschehen, wie du wolltest\u201c, berichtete der Bote. \u201eNabot ist tot.\u201c Isebel ging sofort zu ihrem Mann Ahab. \u201eAhab, Nabot ist tot. Jetzt kannst du den Weinberg haben. Er geh\u00f6rt dir.\u201c Ahab freute sich. Er machte sich sofort auf den Weg zum Weinberg. Jetzt stand er mitten im Weinberg und freute sich. \u201eHier werde ich meinen Garten anpflanzen\u201c, dachte er sich. Ahab hatte gewonnen. Er war K\u00f6nig und hatte die Macht.<\/p>\n<p>Aber es war S\u00fcnde, was er getan hatte. Gott hat gesagt, \u201edu sollst nicht begehren!\u201c, aber Ahab war sehr neidisch auf Nabot gewesen und wollte um alles in der Welt den Weinberg haben. Und Gott hat gesagt: \u201edu sollst nicht stehlen!\u201c und \u201edu sollst nicht t\u00f6ten!\u201c. Aber genau das hatte Isebel getan. Ahab wusste davon, aber er sagte nichts dagegen. Ihm war es egal, was Gott dar\u00fcber dachte, er dachte nur noch an seinen Kohlgarten, den er jetzt anpflanzen wollte.<\/p>\n<p>Gott ist es nicht egal, was wir tun. Er kennt unsere Taten, aber auch unsere Gedanken. Gott ist ein gerechter Gott. Deshalb sah er nicht einfach zu, was Ahab tat. Gott schickte Elia zu Ahab. Elia war geflohen vor Ahab und Ahab hasste Elia. Trotzdem h\u00f6rte Elia auf Gott und ging zu Ahab. Ahab war gerade im Weinberg, als Elia zu ihm kam. Er erkannte Elia sofort: \u201eDa kommt ja mein Feind\u201c, rief er. Elia sagte Ahab sofort, was Gott ihm aufgetragen hatte. \u201eAhab, du hast ges\u00fcndigt. Gott hat alles gesehen. Du hast gemordet und gestohlen. Aber Gott wird das nicht zulassen. Du wirst auch umgebracht werden und alle aus deiner Familie werden sterben. Keiner deiner Kinder wird am Leben bleiben und K\u00f6nig sein. Und auch Isebel muss sterben, weil sie Nabot umbringen lie\u00df.\u201c<\/p>\n<p>Das war eine harte Botschaft. Aber Gott ist heilig und gerecht. Gott kann S\u00fcnde nicht dulden. Auch unsere S\u00fcnde kann er nicht einfach zulassen. Niemand, der s\u00fcndigt, kann zu Gott kommen und mit Gott leben. Das ist die Folge der S\u00fcnde. Ahab erkannte pl\u00f6tzlich, was er getan hatte. Er zerriss seine Kleidung. Das tat man damals oft, wenn man sehr traurig \u00fcber etwas war. Ahab war traurig dar\u00fcber, dass er ges\u00fcndigt hatte. Jetzt hatte er gar keine Freude mehr an dem Weinberg. Er zog sich einen alten Sack \u00fcber und er fastete. \u201eIch habe falsch gehandelt\u201c, dachte er immer wieder \u201eund ich kann es nicht r\u00fcckg\u00e4ngig machen. Es tut mir so leid!\u201c<\/p>\n<p>Tut es dir Leid, wenn du ges\u00fcndigt hast? Wenn du etwas Falsches getan hast, dann ist das nicht gut. Aber wenn es dir Leid tut und du erkennst, dass es nicht richtig war, dann kannst du etwas tun. Dann kannst du es Gott sagen. Sag ihm: \u201eHerr, es war nicht richtig, dass ich das getan habe. Ich habe ges\u00fcndigt. Eigentlich habe ich Strafe verdient. Bitte vergib mir.\u201c Gott sagt: wenn wir ihn um Vergebung bitten, dann vergibt er uns. Wenn du es wirklich ernst meinst, dann darfst du neu anfangen und Gott vergibt dir, was du getan hast.<\/p>\n<p>Ahab tat es leid. Das sah auch Gott. Deshalb schickte er Elia wieder zum K\u00f6nig Ahab. \u201eK\u00f6nig Ahab\u201c, sagte Elia, \u201eich habe eine gute Nachricht f\u00fcr dich. Gott hat gesehen, dass es dir Leid tut, was du getan hast. Er hat dir vergeben. Du wirst nicht sterben.\u201c<\/p>\n<p>Ahab war Gott dankbar. Er hat erlebt, dass Gott ihm vergeben hat. Du kannst das auch erleben. Wenn du neidisch auf andere bist, dann ist das S\u00fcnde, aber du kannst Gott um Vergebung bitten. Wenn es dir wirklich Leid tut, dann wird Gott dir vergeben.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>zur Startseite: www.derKindergottesdienst.de Nabots Weinberg Bibeltext: 1. K\u00f6nige 21,1-29 Lehre: Du sollst nicht begehren. Bibelvers: 2. Mose 20,17 (Luth): Du sollst nicht begehren deines N\u00e4chsten Haus, \u2026 noch alles, was dein N\u00e4chster hat. (Hfa): Begehre nicht, was deinem Mitmenschen geh\u00f6rt. K\u00f6nig Ahab ging im Garten seines Palastes spazieren. Er war K\u00f6nig. Er hatte einen riesigen Palast. \u00dcberall sah man seinen Reichtum. Sein Palast war viel gr\u00f6\u00dfer als alle anderen H\u00e4user in der N\u00e4he. Eigentlich hatte er Grund genug, zufrieden zu sein. Immerhin war er der K\u00f6nig. Er schaute seinen sch\u00f6nen Garten an. Dann schauter er \u00fcber die Mauer zum Nachbargrundst\u00fcck. Direkt neben seinem Palast war ein Weinberg. Dort wurden Weintrauben angepflanzt. Aber die Trauben interessierten K\u00f6nig Ahab nicht. \u201eEs w\u00e4re doch sch\u00f6n, wenn mir das Grundst\u00fcck auch noch geh\u00f6ren w\u00fcrde\u201c, dachte sich Ahab. Er \u00fcberlegte, was er alles daraus machen k\u00f6nnte. \u201eIch k\u00f6nnte aus dem Weinberg einen sch\u00f6nen Garten machen und Kohl dort anpflanzen.\u201c Der Gedanke gefiel Ahab. \u201eIch muss diesen Weinberg haben!\u201c dachte er sich. Aber der Weinberg geh\u00f6rte ihm nicht. Kennst du diese Gedanken. Jemand anderes hat etwas, was dir sehr gef\u00e4llt: ein tolles Fahrrad, das neuste Computerspiel, eine neue Jacke. Es ist sch\u00f6n, wenn du dich mit deinen Freunden dar\u00fcber freuen kannst, was sie haben. Aber manchmal denkt man dann: das ist nicht gerecht, ich will das auch haben, warum bekommt sie immer alles und ich nicht. Dazu steht etwas in der Bibel. Dort hei\u00dft es: Du sollst nicht begehren. 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