{"id":26,"date":"2016-01-13T14:37:11","date_gmt":"2016-01-13T13:37:11","guid":{"rendered":"http:\/\/www.jule-pape.de\/kiddos\/?p=26"},"modified":"2016-01-13T14:37:11","modified_gmt":"2016-01-13T13:37:11","slug":"sage-die-wahrheit","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.jule-pape.de\/kiddos\/sage-die-wahrheit\/","title":{"rendered":"Sage die Wahrheit"},"content":{"rendered":"<p>Abrams L\u00fcge<br \/>\n(Abrahams L\u00fcge, Abram und Sarai in \u00c4gypten)<\/p>\n<p>Bibeltext: 1. Mose 12,10-20<br \/>\nLehre: Sage die Wahrheit.<\/p>\n<p>Bibelvers: Epheser 4,25a (Luth): Darum legt die L\u00fcge ab und redet die Wahrheit.<\/p>\n<p>\u201eHelen? Hast du die Hausaufgaben gemacht?\u201c Helen schreckte hoch. Sie hatte gehofft, dass die Lehrerin sie gerade heute nicht fragen w\u00fcrde. Helen hatte sie n\u00e4mlich nicht gemacht. \u201e\u00c4h\u201c, stotterte sie, \u201enat\u00fcrlich habe ich sie gemacht, aber ich habe mein Heft zuhause vergessen\u201c, sagte sie dann schnell. Das war gelogen, aber sie traute sich nicht, die Wahrheit zu sagen, denn sie wollte keinen \u00c4rger bekommen. Vielleicht ging es dir schon einmal \u00e4hnlich. Und dann geschieht es ganz schnell, dass man l\u00fcgt und eben nicht die Wahrheit sagt. Aber Gott m\u00f6chte, dass wir die Wahrheit sagen. Er m\u00f6chte, dass wir ehrlich sind, selbst wenn wir dann Nachteile davon haben. Habe den Mut, die Wahrheit zu sagen.<\/p>\n<p>Wir haben ja schon von Abram geh\u00f6rt. Auch Abram stand vor der Wahl, ob er die Wahrheit sagen sollte oder nicht. Das kam so.<\/p>\n<p>Abram war im Land Kanaan angekommen. Das war das Land, das Gott ihm und seinen Nachkommen versprochen hatte. Gott hatte Abram bis dorthin gef\u00fchrt und geholfen. \u201eIch kann mich auf Gott verlassen\u201c, dachte Abram. So wohnte er im S\u00fcden von Kanaan. Aber dann kam pl\u00f6tzlich eine Hungersnot. Es regnete kaum, die Pflanzen wuchsen nicht mehr gut. Das Essen wurde knapp. Auch f\u00fcr die Tiere fand Abram nicht mehr gen\u00fcgend gr\u00fcnes Gras. Was sollte er denn jetzt tun?<\/p>\n<p>\u201eIch werde nach \u00c4gypten gehen\u201c, \u00fcberlegte Abram, \u201edamit ich dort genug Essen f\u00fcr mich und meine Tiere finden kann.\u201c So zog Abram nach \u00c4gypten. Er verlie\u00df das Land, in das Gott ihn gef\u00fchrt hatte. Abram hatte Angst zu verhungern, er vertraute nicht mehr auf Gott. Aber kaum war Abram in \u00c4gypten angekommen, bekam er schon wieder Angst. In \u00c4gypten regierte ein K\u00f6nig, der Pharao. Es war ein m\u00e4chtiger K\u00f6nig. Und dieser K\u00f6nig mochte sch\u00f6ne Frauen. Abram schaute Sarai an. Sarai, seine Frau, war sehr sch\u00f6n. \u201eVielleicht findet der Pharao sie auch sch\u00f6n\u201c, dachte sich Abram, \u201edann will er sie vielleicht zur Frau haben. Aber da Sarai ja mit mir verheiratet ist, wird er mich umbringen lassen.\u201c Abram hatte Angst um sein Leben. Er wollte nicht sterben. Doch dann bekam er eine Idee.<\/p>\n<p>\u201eSarai\u201c, rief Abram seine Frau. Sarai kam zu ihm und h\u00f6rte zu. \u201eSarai, wir sind jetzt in \u00c4gypten. Ich habe Angst, dass sie mich umbringen, damit der Pharao dich dann heiraten kann. Aber jetzt habe ich eine Idee. Sage doch einfach, dass du meine Schwester bist. Dann werden sie mich am Leben lassen.\u201c Zum Teil stimmte es sogar, denn Sarai war wirklich Abrams Halbschwester. Abrams Vater Terach hatte noch eine andere Frau gehabt und Sarai war ihre Tochter. Aber trotzdem war es eine L\u00fcge, denn Abram wollte verschweigen, dass Sarai seine Frau war. Er hatte Angst.<\/p>\n<p>Oft erz\u00e4hlen wir aus Angst L\u00fcgen. Wir haben Angst, ausgelacht zu werden. Oder Angst, bestraft zu werden. Oder auch einfach Angst, etwas tun zu m\u00fcssen, zu dem wir keine Lust haben. Aber L\u00fcgen sind falsch. Gott m\u00f6chte, dass wir die Wahrheit sagen. Und Gott m\u00f6chte uns auch helfen, wenn wir die Wahrheit sagen. Vertraue Gott.<\/p>\n<p>Abram h\u00e4tte die Wahrheit sagen k\u00f6nnen. Gott h\u00e4tte ihm sicher geholfen. Aber Abram vertraute Gott nicht und hatte Angst. So erz\u00e4hlten sie jedem in \u00c4gypten, dass Sarai seine Schwester sei. Die \u00c4gypter waren freundlich zu ihnen. Und bald sprach sich herum, wie sch\u00f6n Sarai war. Auch der Pharao h\u00f6rte davon. \u201eSo eine sch\u00f6ne Frau m\u00f6chte ich haben\u201c, sagte der Pharao, \u201ebringt sie zu mir!\u201c Und so wurde Sarai zum Pharao gebracht. \u201eSie ist wirklich so sch\u00f6n, wie alle sagen\u201c, schw\u00e4rmte der Pharao, \u201eIch m\u00f6chte Sarai heiraten.\u201c<\/p>\n<p>Der Pharao lie\u00df Abram zu sich rufen und ihm viele Geschenke geben. Abram bekam Schafe, Rinder, Esel und Kamele von ihm. Sarai blieb im Haus des Pharao. Wahrscheinlich war sie sehr ungl\u00fccklich. \u201eWarum haben wir nicht die Wahrheit gesagt\u201c, dachte sie. Aber jetzt war es zu sp\u00e4t. Aus Angst hatten sie gelogen und jetzt hatten sie noch viel gr\u00f6\u00dfere Probleme. Sarai war doch mit Abram verheiratet und sie liebte ihm. Sie wollte nicht die Frau des Pharaos werden. Aber wenn sie jetzt die Wahrheit sagen w\u00fcrde, w\u00fcrde alles nur noch schlimmer werden.<\/p>\n<p>So ist es oft bei L\u00fcgen. Man muss weiter l\u00fcgen, um nicht entdeckt zu werden oder bekommt sogar noch gr\u00f6\u00dfere Probleme. Und alles nur, weil man Angst hatte und Gott nicht vertraut hat. Es ist besser, Gott sofort zu vertrauen und dann die Wahrheit zu sagen. Wenn du das tust, dann wird Gott dir helfen. Gott h\u00e4tte Abram auch vor dem Pharao bewahrt, wenn er die Wahrheit gesagt h\u00e4tte. Aber Abram hatte Gott nicht vertraut und jetzt hatten sie gro\u00dfe Probleme.<\/p>\n<p>Es vergingen Tage. Immer wieder sah Abram seine geliebte Frau im Haus des Pharao. Er hatte Angst um sie. Und alles war seine Schuld, weil er gelogen hatte. Gott sah auch, was geschehen war. Gott wollte von Anfang an, dass Abram die Wahrheit sagte. Abram hatte es nicht getan. Trotzdem liebte Gott Abram noch. Gott wollte ihm und Sarai helfen. Und so ging es dem Pharao immer schlechter. Er hatte zwar Sarai bei sich, aber er konnte es gar nicht richtig genie\u00dfen. Immer wieder gab es Krankheiten bei ihm und seiner Familie und seine Diener brachten ihm eine schlechter Nachricht nach der anderem. \u201eWas ist nur los?\u201c, \u00fcberlegte der Pharao. Und dann h\u00f6rte er eines Tages, wie zwei Diener sich miteinander unterhielten. \u201eVielleicht geht es dem Pharao so schlecht, weil er Abrams Frau heiraten will. Das ist doch nicht richtig.\u201c<\/p>\n<p>Der Pharao erschrak. Sarai war Abrams Frau? Das wusste er ja gar nicht. Er h\u00f6rte sich um und fand bald heraus, dass es stimmte. Sofort lie\u00df der Pharao Abram zu sich rufen. Als Abram vor dem Pharao stand, schrie der Pharao ihm an: \u201eWarum hast du das getan?\u201c. Abram wusste sofort, was der Pharao meinte. Er hatte ja jeden Tag ein schlechtes Gewissen wegen seiner L\u00fcge. Der Pharao sprach weiter: \u201eWarum hast du mir nicht gesagt, dass sie deine Frau ist? Du hast gesagt, Sarai sei deine Schwester. Und deshalb wollte ich sie auch heiraten.\u201c<\/p>\n<p>Jetzt war es also doch rausgekommen. Die ganze L\u00fcge hatte nicht gehalten. Und irgendwie war Abram auch froh dar\u00fcber, dass der Pharao jetzt Bescheid wusste. Und obwohl Abram gelogen hatte, passte Gott auf ihn auf. Auch wenn du gelogen hast, kannst du Gott um Vergebung bitten. Und dann bitte Gott, dass er dir hilft, alles wieder richtig zu stellen. Gott liebt dich. Gott m\u00f6chte dir vergeben und Gott m\u00f6chte dir helfen. Das tat er auch bei Abram.<\/p>\n<p>Abram konnte es kaum glauben, dass der Pharao ihm nicht gleich umbringen lie\u00df. \u201eNimm deine Frau Sarai und geh, verlasse bitte unser Land!\u201c, forderte er Abram auf. Das war alles, was er sagte. Abram wurde nicht umgebracht. Und Sarai durfte gehen. Einige Diener des Pharaos begleiteten Abram und Sarai bis zur Grenze. So kamen sie nach Kanaan zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Sarai war gl\u00fccklich, dass sie jetzt wieder bei ihrem Mann sein konnte. Gott hatte ihnen geholfen, aber wenn Abram von Anfang an die Wahrheit gesagt h\u00e4tte, dann h\u00e4tten sie die ganzen Probleme nicht gehabt. Vertraue Gott und sage die Wahrheit. Gott m\u00f6chte nicht, dass wir l\u00fcgen. Und er will dir auch den Mut geben, ehrlich zu sein. Auch Helen am Anfang h\u00e4tte einfach sagen k\u00f6nnen: \u201eEs tut mir leid, ich habe vergessen, meine Hausaufgaben zu machen.\u201c Vielleicht h\u00e4tte die Lehrerin das ins Klassenbuch eingetragen, aber auch der Lehrerin w\u00e4re es lieber gewesen, Helen h\u00e4tte die Wahrheit gesagt. Und Gott auch.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Abrams L\u00fcge (Abrahams L\u00fcge, Abram und Sarai in \u00c4gypten) Bibeltext: 1. 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Auch Abram stand vor der Wahl, ob er die Wahrheit sagen sollte oder nicht. Das kam so. Abram war im Land Kanaan angekommen. Das war das Land, das Gott ihm und seinen Nachkommen versprochen hatte. Gott hatte Abram bis dorthin gef\u00fchrt und geholfen. \u201eIch kann mich auf Gott verlassen\u201c, dachte Abram. So wohnte er im S\u00fcden von Kanaan. Aber dann kam pl\u00f6tzlich eine Hungersnot. Es regnete kaum, die Pflanzen wuchsen nicht mehr gut. Das Essen wurde knapp. Auch f\u00fcr die Tiere fand Abram nicht mehr gen\u00fcgend gr\u00fcnes Gras. 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