{"id":31,"date":"2016-01-13T14:46:39","date_gmt":"2016-01-13T13:46:39","guid":{"rendered":"http:\/\/www.jule-pape.de\/kiddos\/?p=31"},"modified":"2016-01-13T14:46:39","modified_gmt":"2016-01-13T13:46:39","slug":"nachgeben-ist-manchmal-besser-als-streiten","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.jule-pape.de\/kiddos\/nachgeben-ist-manchmal-besser-als-streiten\/","title":{"rendered":"Nachgeben ist manchmal besser als Streiten"},"content":{"rendered":"<p>Trennung von Lot<br \/>\n(Abraham und Lot trennen sich)<\/p>\n<p>Bibeltext: 1. Mose 13,1-18<br \/>\nLehre: Nachgeben ist manchmal besser als Streiten.<\/p>\n<p>Bibelvers: R\u00f6mer 12,18 (Einh): Soweit es euch m\u00f6glich ist, haltet mit allen Menschen Frieden!<\/p>\n<p>\u201eGeht weg, wir waren hier zuerst!\u201c, schimpften die Hirten. Sie waren froh, dass sie eine sch\u00f6ne gr\u00fcne Weide gefunden hatten. Die wollten sie nicht so schnell wieder hergeben. Und teilen mit den Hirten von Lot wollten sie auch nicht. Abram und Lot waren zusammen unterwegs und zogen durch Kanaan. Aber es waren nicht nur Abram und Lot, es waren ihre Familien und ihre vielen Tiere. Abram war reich und hatte viel Geld, aber auch viele Tierherden. Schafe, Esel, Kamele. Und alle mussten etwas zu fressen finden. Und Lot war auch dabei. Auch Lot hatte viele Tiere und viele Hirten, die sich um diese Tiere k\u00fcmmerten.<\/p>\n<p>Sie wohnten in Zelten. Immer, wenn die Hirten kein frisches Gras mehr f\u00fcr die Tiere fanden, mussten sie weiterziehen. Dann wurden die Zelte zusammengelegt und auf die Kamele geladen. Dann ging es los zu einer anderen Weide. Aber die Herden waren schon so gro\u00df geworden, dass die Weiden immer schneller abgefressen waren. Und dann fingen die Hirten an, sich um die besten Weiden zu streiten.<\/p>\n<p>\u201eWir waren hier zuerst!\u201c, riefen die Hirten von Abram, \u201esucht euch eine andere Weide!\u201c So mussten die Hirten von Lot weitersuchen. Gleich in der N\u00e4he fanden auch sie eine gro\u00dfe gr\u00fcne Weide, auf der die Tiere genug zu Fressen hatten. Aber sie passten gut auf, dass keines der Tiere von Abram zu nahe zu ihnen her\u00fcber kam. \u201eDas Gras geh\u00f6rt uns!\u201c, riefen sie und scheuchten das Tier wieder weg. So gab es immer wieder Streit. W\u00e4re es nicht einfacher, wenn einer nachgibt? Aber du wei\u00dft es bestimmt selbst, das ist nicht immer einfach. Warum sollte immer ich nachgeben? Das kann doch auch mal der andere tun, oder? Aber wenn jeder so denkt, dann gibt es nie Frieden. Und Gott m\u00f6chte, dass wir in Frieden miteinander leben. Bei Abrams Hirten gab es keinen Frieden. Am Abend berichteten sie Abram davon.<\/p>\n<p>Abram war traurig. Er wollte keinen Streit mit Lot haben. Lot war sein Neffe. Abram wollte in Frieden mit Lot und den anderen Menschen leben. Das m\u00f6chte Gott auch. Gott m\u00f6chte, dass wir nicht streiten, sondern in Frieden miteinander umgehen. Gerade mit deinen Geschwistern sollst du nicht streiten, sondern ihr sollt euch vertragen. Aber das ist nicht immer einfach, oder? Abram \u00fcberlegte. Er musste eine L\u00f6sung finden, sonst w\u00fcrde es immer wieder Streit geben. Schlie\u00dflich ging Abram zu Lot.<\/p>\n<p>\u201eLot, es ist nicht gut, wenn unsere Hirten immer wieder streiten. Wir sind Br\u00fcder, wir sollten in Frieden leben.\u201c \u2013 \u201eDu hast Recht\u201c, antwortete Lot, \u201eaber was sollen wir tun, wir brauchen so viel Weide f\u00fcr unsere Tiere, dass es immer wieder Streit gibt.\u201c Abram nickte. \u201eJa, du hast Recht\u201c, erwiderte er. \u201eUnd deshalb m\u00f6chte ich dir einen Vorschlag machen. Wir sollten uns trennen. Dann kann jeder f\u00fcr sich gute Weidefl\u00e4chen suchen. Schau dich um. Entscheide du, wohin du gehen willst. Wenn du nach links gehst, dann gehe ich nach rechts. Wenn du nach rechts gehst, dann gehe ich nach links.\u201c<\/p>\n<p>Abram war der \u00e4ltere. Er war ja Lots Onkel. Er war eigentlich der, der das Sagen hatte. Aber Abram wollte keinen Streit mehr. Deshalb lie\u00df er Lot die Wahl. Er wusste, dass Nachgeben manchmal besser ist als Streiten. Es ist schwer, nachzugeben, oder? Aber vielleicht kennt ihr das Sprichwort: \u201eDer Kl\u00fcgere gibt nach\u201c. Es ist manchmal kl\u00fcger, nachzugeben, denn dadurch kann man Streit vermeiden. Es ist doch viel sch\u00f6n, miteinander zu spielen als zu streiten, oder? Au\u00dferdem, wenn du Gott kennst, dann wei\u00dft du, dass Gott dir alles geben wird, was du brauchst. Gott hat das versprochen. Er wird sich um dich k\u00fcmmern. Deshalb musst du nicht immer streiten, sondern kannst auch mal nachgeben.<\/p>\n<p>Lot war einverstanden mit Abrams Vorschlag. Er schaute sich um. Richtung Osten sah er den Fluss Jordan. Dort gab es viel Wasser und daher auch viel Gr\u00fcn. Es gab gen\u00fcgend Weiden. Es sah fast aus, wie das Paradies. Dann schaute Lot in die andere Richtung, nach Westen. Dort gab es fast nur trockene Gegenden. Es gab wenig Wasser und viel W\u00fcste. Da fiel ihm die Wahl nat\u00fcrlich leicht. \u201eIch gehe nach Osten\u201c, sagte er sofort zu Abram. Abram nickte. Er sah, dass die Gegen im Osten viel besser aussah, aber er lie\u00df Lot die Wahl. Abram gab nach, weil er keinen Streit mehr wollte und weil er wusst, dass Gott ihm alles geben wird, was er braucht.<\/p>\n<p>So verabschiedeten sich Abram und Lot. Sie waren etwas traurig, denn sie verstanden sich gut. Aber sie waren auch froh, dass es jetzt keinen Streit mehr unter den Hirten geben w\u00fcrde. Lot zog nach Osten zum Jordan. Er freute sich. \u00dcberall, wo er hinsah, sah er Gr\u00fcn. Die Gegend sah wundersch\u00f6n aus. Hier gab es genug Wasser und genug frisches gr\u00fcnes Gras. Er zog bis nach Sodom und stellte dort seine Zelte auf. Die Gegend war sch\u00f6n, aber die Leute, die dort wohnten, waren b\u00f6se und schlecht. Sie h\u00f6rten nicht auf Gott und hielten sich nicht an Gottes Gebote. F\u00fcr Lot wurde es eine schwierige Zeit, denn immer wieder sah er all das Unrecht, dass die Leute taten.<\/p>\n<p>Abram war nach Westen gezogen. Dort gab es nicht so viel Wasser. Aber er wusste, es war gut, dass er nachgegeben hatte. Gott m\u00f6chte keinen Streit und jetzt konnte jeder von ihnen in Frieden leben. \u201eAber war es wirklich richtig, Lot die bessere Gegend zu \u00fcberlassen?\u201c, fragte sich Abram. Er musste doch auch schauen, dass er genug hatte f\u00fcr seine Tiere. Und au\u00dferdem h\u00e4tte Abram als der \u00c4ltere doch auch das Recht gehabt, sich die Gegend auszusuchen. So denken wir manchmal. Wir wollen auch unser Recht. Wir wollen nicht nachgeben. Wir streiten uns lieber, damit nicht der andere alles bekommt. Aber das ist nicht gut. Das ist S\u00fcnde. Gott sagt, dass S\u00fcnde uns von ihm trennt. Wenn du merkst, dass du wieder mal gestritten hast, dann bitte Gott um Vergebung und bitte ihm, dir zu helfen, das Richtige zu tun. Wenn niemand nachgibt, wird der Streit nie aufh\u00f6ren. Abram hatte nachgegeben und er war auch froh dar\u00fcber. Er wusste, dass Gott f\u00fcr ihn sorgen w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Und dann h\u00f6rte er Gottes Stimme. \u201eAbram!\u201c, rief Gott ihn. Abram h\u00f6rte zu. \u201eSchau dich um, schau nach Norden, nach S\u00fcden, nach Osten und nach Westen. Siehst du das ganze Land? Alles, was du siehst, wird einmal dir und deinen Nachkommen geh\u00f6ren.\u201c Das war ein gro\u00dfes Versprechen von Gott. Aber Gott sprach noch weiter: \u201eKannst du den Staub auf der Erde z\u00e4hlen?\u201c Nat\u00fcrlich konnte Abram das nicht. \u201eGenauso wird es mit deinen Nachkommen sein. Es werden so viele sein, dass niemand sie z\u00e4hlen kann.\u201c<\/p>\n<p>Abram staunte. Er hatte nachgegeben und jetzt gab Gott ihm wieder so ein Versprechen. Alles Land w\u00fcrde einmal ihm und seinen Kindern, Enkeln und Urenkeln geh\u00f6ren. \u201eZiehe durch das Land, ich will es dir geben\u201c, sagte Gott. So zog Abram weiter umher. Er kam zu einem kleinen Wald und stellte dort sein Zelt auf. Hier baute er als erstes einen Altar und betete Gott an. Er dankte Gott, dass Gott ihm so viel geben wollte.<\/p>\n<p>Gott will dir alles geben, was du brauchst. Deshalb kannst du auch mal nachgeben und aufh\u00f6ren zu streiten. So wie Abram es tat.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Trennung von Lot (Abraham und Lot trennen sich) Bibeltext: 1. Mose 13,1-18 Lehre: Nachgeben ist manchmal besser als Streiten. Bibelvers: R\u00f6mer 12,18 (Einh): Soweit es euch m\u00f6glich ist, haltet mit allen Menschen Frieden! \u201eGeht weg, wir waren hier zuerst!\u201c, schimpften die Hirten. Sie waren froh, dass sie eine sch\u00f6ne gr\u00fcne Weide gefunden hatten. Die wollten sie nicht so schnell wieder hergeben. Und teilen mit den Hirten von Lot wollten sie auch nicht. Abram und Lot waren zusammen unterwegs und zogen durch Kanaan. Aber es waren nicht nur Abram und Lot, es waren ihre Familien und ihre vielen Tiere. Abram war reich und hatte viel Geld, aber auch viele Tierherden. Schafe, Esel, Kamele. Und alle mussten etwas zu fressen finden. Und Lot war auch dabei. Auch Lot hatte viele Tiere und viele Hirten, die sich um diese Tiere k\u00fcmmerten. Sie wohnten in Zelten. Immer, wenn die Hirten kein frisches Gras mehr f\u00fcr die Tiere fanden, mussten sie weiterziehen. Dann wurden die Zelte zusammengelegt und auf die Kamele geladen. Dann ging es los zu einer anderen Weide. Aber die Herden waren schon so gro\u00df geworden, dass die Weiden immer schneller abgefressen waren. Und dann fingen die Hirten an, sich um die besten Weiden zu streiten. \u201eWir waren hier zuerst!\u201c, riefen die Hirten von Abram, \u201esucht euch eine andere Weide!\u201c So mussten die Hirten von Lot weitersuchen. 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