{"id":87,"date":"2016-01-13T15:25:15","date_gmt":"2016-01-13T14:25:15","guid":{"rendered":"http:\/\/www.jule-pape.de\/kiddos\/?p=87"},"modified":"2016-01-13T15:25:15","modified_gmt":"2016-01-13T14:25:15","slug":"vergib-dem-anderen","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.jule-pape.de\/kiddos\/vergib-dem-anderen\/","title":{"rendered":"Vergib dem anderen"},"content":{"rendered":"<p>zur Startseite: www.derKindergottesdienst.de<br \/>\nDie zweite Reise der Br\u00fcder Josefs nach \u00c4gypten<br \/>\n(Josef gibt sich zu erkennen)<\/p>\n<p>Bibeltext: 1. Mose 43,1-45,28<br \/>\nLehre: Vergib dem anderen!<\/p>\n<p>Bibelvers: Epheser 4,32 (Luth): Seid aber untereinander freundlich und herzlich und vergebt einer dem andern, wie auch Gott euch vergeben hat in Christus.<\/p>\n<p>Die S\u00f6hne Jakobs waren aufgeregt. Sie bereiteten alles gut vor. Sie wollten keinen Fehler machen. Schlie\u00dflich ging es um ihr Leben. Endlich hatte ihr Vater Jakob ihnen die Erlaubnis gegeben, mit Benjamin zusammen nach \u00c4gypten zu gehen. Dort sa\u00df Simeon immer noch im Gef\u00e4ngnis. Eigentlich wollte Jakob Benjamin nicht gehen lassen, aber jetzt hatten sie wieder kein Getreide und nichts zu essen. \u201eIch verspreche dir, dass ich ihn zur\u00fcckbringe\u201c, sagte Juda zu seinem Vater. \u201eWenn Benjamin etwas passiert, dann will ich die Schuld tragen.\u201c<\/p>\n<p>Und jetzt waren die Br\u00fcder mit Benjamin auf dem Weg. Aber Angst vor dem \u00c4gypter hatten sie trotzdem. Schlie\u00dflich hatte jeder von ihnen ja sein Geld wieder in seinem Getreidesack gefunden. Jetzt w\u00fcrde er nicht nur denken, sie seien Spione, sondern auch noch Diebe. Aber es blieb ihnen ja keine andere Wahl, wenn sie Essen kaufen wollten. So packten sie das Geld wieder ein und noch Geld f\u00fcr neues Getreide. Sie luden viele Geschenke auf ihre Esel, die sie dem \u00c4gypter bringen wollten: Honig, Myrrhe, N\u00fcsse und Mandeln. Vielleicht w\u00fcrde er ihnen dann ja glauben.<\/p>\n<p>Als sie in \u00c4gypten ankamen, wurden sie direkt in das Haus von Josef gebracht. \u201eEr will uns bestimmt \u00fcberfallen, ausrauben und als Sklaven nehmen\u201c, bef\u00fcrchteten sie. Sofort sprachen sie den Verwalter in Josefs Haus an. \u201eAls wir das letzte Mal hier eingekauft haben, war sp\u00e4ter das Geld wieder in unseren Getreides\u00e4cken. Wir wissen nicht, wie es da hinein gekommen ist. Aber hier ist es. Wir wollten das Getreide nicht stehlen.\u201c Der Verwalter war verwundert. \u201eIch habe beim letzten Mal euer Geld bekommen, es ist alles in Ordnung\u201c, erkl\u00e4rte er. Dann bereiteten die Br\u00fcder die Geschenke vor, die sie f\u00fcr Josef mitgebracht hatten. Alles wurde sch\u00f6n aufgebaut. Und dann konnten sie nur noch abwarten.<\/p>\n<p>Auf einmal ging die T\u00fcr auf und sie sahen ihren Bruder Simeon wieder. Er wurde aus dem Gef\u00e4ngnis zu ihnen gebracht. Dann bekamen sie Wasser, um ihre F\u00fc\u00dfe von der langen Reise zu waschen. Einige Diener brachten Futter f\u00fcr die Esel der Br\u00fcder. Und dann kam Josef in den Raum. Sofort fielen die Br\u00fcder vor ihm nieder. Sie erkannten ihn ja nicht.<\/p>\n<p>Josef begr\u00fc\u00dfte sie freundlich. Er freute sich trotz allem, seine Br\u00fcder wieder zu sehen. Und dann sah er auch Benjamin, seinen j\u00fcngsten Bruder endlich wieder. Als er Benjamin begr\u00fc\u00dft hatte, konnte Josef die Freudentr\u00e4nen kaum zur\u00fcckhalten. Schnell ging er aus dem Raum, damit niemand ihn weinen sah. Er war gl\u00fccklich zu sehen, dass es seinen Br\u00fcdern gut ging, denn trotz allem war er ihnen nicht mehr b\u00f6se, dass sie ihn damals verkauft hatten. Josef hatte ihnen vergeben. Das m\u00f6chte Gott auch von uns. Gott m\u00f6chte, dass wir einander vergeben. Vielleicht hat dir jemand Unrecht getan und du denkst, du h\u00e4ttest das Recht, wirklich b\u00f6se und gemein zu sein. Trotzdem sollst du vergeben. Das hat Josef getan.<\/p>\n<p>Als er sich die Tr\u00e4nen aus dem Gesicht gewaschen hatte, ging er wieder zu seinen Br\u00fcdern in den Raum. Dann lie\u00df er das Essen hineinbringen. Es gab ein gro\u00dfes Festmahl. Jeder bekam leckeres Essen und Trinken. Und Benjamin bekam extra viel. So langsam verschwand die Angst der Br\u00fcder ganz. Es schien jetzt doch alles in Ordnung zu sein. Sie atmeten auf und konnten sich endlich auch wieder richtig freuen. So genossen sie das Essen.<\/p>\n<p>Am n\u00e4chsten Morgen machten sie sich dann fr\u00fch auf den Heimweg. Josef hatte ihre Getreides\u00e4cke wieder mit Getreide f\u00fcllen lassen. Und auch dieses Mal lie\u00df er das Geld wieder oben in die S\u00e4cke legen. Aber dann befahl er seinem Diener noch etwas: \u201eLege meinen silbernen Becher in den Sack des J\u00fcngsten hinein.\u201c Josef hatte seinen Br\u00fcdern vergeben, aber er wollte sie noch einmal pr\u00fcfen. So zogen seine Br\u00fcder los, ohne Josef erkannt zu haben. Sie waren gl\u00fccklich, dass jetzt alle wieder mit nach Hause durften und sie wieder neues Getreide kaufen konnten.<\/p>\n<p>Aber kaum hatten sie die Stadt verlassen, h\u00f6rten sie eine Stimme hinter sich rufen. \u201eHalt, bleibt stehen!\u201c. Das war der Verwalter von Josef, der die Br\u00fcder eingeholt hatte. Die Br\u00fcder blieben stehen und schauten sich verwundert an. \u201eWarum habt ihr das getan?\u201c, fragte der Verwalter. Die Br\u00fcder wussten immer noch nicht, was geschehen war. \u201eIhr habt den silbernen Becher meines Herrn gestohlen!\u201c, beschuldigte der Verwalter sie. \u201eNein, das kann nicht sein\u201c, sagte sofort einer der Br\u00fcder. \u201eWir sind doch keine Diebe. Wir haben doch sogar das Geld zur\u00fcck gebracht, das oben auf unseren S\u00e4cken lag. Wieso sollten wir jetzt noch etwas stehen? Aber du kannst gerne alles durchsuchen.\u201c<\/p>\n<p>\u201eDer Dieb muss bestraft werden\u201c, sagte der Verwalter, \u201ewenn ich den Becher bei einem von euch finde, dann werde ich ihn als Sklaven mitnehmen. Ihr anderen k\u00f6nnt nach Hause gehen.\u201c Und dann fingen der Verwalter und seine Leute an, die S\u00e4cke der Br\u00fcder zu durchsuchen. Sie begannen bei Ruben, dem \u00c4ltesten. Dann kam Simeon, der zweit\u00e4lteste dran. Aber sie fanden den silbernen Becher nicht. Schlie\u00dflich wurde Benjamins Getreidesack ge\u00f6ffnet. \u201eHier ist er!\u201c, rief der Verwalter. \u201eDas ist der Dieb!\u201c Die Br\u00fcder schauten sich entsetzt an. Wieso gerade bei Benjamin? Es blieb ihnen nichts anderes \u00fcbrig, als mit dem Verwalter zur\u00fcck in die Stadt in Josefs Haus zu gehen. Sofort fielen die Br\u00fcder vor Josef nieder.<\/p>\n<p>\u201eWie konntet ihr das tun?\u201c, schimpfte Josef. Juda versuchte, ruhig zu bleiben. \u201eWir sind schuldig!\u201c, sagte er nur. \u201eWir werden als deine Sklaven hierbleiben.\u201c Aber Josef lehnte ab: \u201eNein, nur der Dieb soll als Sklave hierbleiben, ihr anderen k\u00f6nnt heimgehen.\u201c Benjamin sollte dableiben? Gerade Benjamin? Das konnten sie ihrem Vater doch nicht antun. Juda meldete sich zu Wort: \u201eWenn Benjamin hier bleibt, dann w\u00fcrde unser Vater vor Trauer sterben. Das geht nicht. Au\u00dferdem habe ich unserem Vater versprochen, ihn gesund zur\u00fcck zu bringen. Nimm mich stattdessen als Sklave. Ich bin bereit, f\u00fcr ihn hier zu bleiben. Aber ohne Benjamin k\u00f6nnen wir nicht zur\u00fcck nach Kanaan gehen.\u201c<\/p>\n<p>Juda wollte sogar f\u00fcr Benjamin als Sklave dableiben. Jetzt wusste Josef, dass seine Br\u00fcder sich wirklich ge\u00e4ndert hatten. Auch Josef hatte ihnen schon lange vergeben. Deshalb schickte er jetzt seine Diener aus dem Raum. Jetzt waren nur noch die Br\u00fcder und Josef alleine. \u201eIch bin Josef!\u201c, sagte Josef schlie\u00dflich. \u201eIhr habt mich nach \u00c4gypten verkauft. Aber eigentlich war es Gott, der mich hier her geschickt hat, damit ich euch jetzt helfen kann und ihr nicht sterben m\u00fcsst bei der Hungersnot.\u201c<\/p>\n<p>Die Br\u00fcder waren sehr erschrocken. Sie wussten bis dahin gar nicht, dass dieser Mann in \u00c4gypten \u00fcberhaupt ihre Sprache verstand. Und jetzt redete er mit ihnen und es war sogar Josef, ihr eigener Bruder. Josef h\u00e4tte allen Grund gehabt, w\u00fctend auf sie zu sein. Aber er wollte ihnen sogar helfen. Josef hatte seinen Br\u00fcdern wirklich vergeben.<\/p>\n<p>Kannst du anderen Menschen vergeben? Gott m\u00f6chte, dass wir anderen vergeben, denn Gott selbst will uns auch vergeben. Wenn du gegen Gott s\u00fcndigst und es dir leid tut, dann kannst du Gott um Vergebung bitten. Und weil Gott uns vergibt, sollen wir auch den anderen vergeben. Egal, was dir jemand getan hat, versuche nicht, dich zu r\u00e4chen oder jetzt extra gemein zu dem anderen zu sein. Sei bereit, zu vergeben. Und wenn es dir schwer f\u00e4llt, dann bitte Gott, dir dabei zu helfen. Selbst Josef, der wegen seinen Br\u00fcdern jahrelang als Sklave und Gef\u00e4ngnis leben musste, konnte ihnen vergeben, weil Gott ihm geholfen hat.<\/p>\n<p>Jetzt standen seine Br\u00fcder vor ihm: \u201eDie Hungersnot wird noch 5 Jahre lang dauern. Geht und holt unseren Vater und eure Familie und kommt hier nach \u00c4gypten. Dann kann ich euch genug zu essen geben.\u201c Dann ging Josef zu seinen Br\u00fcdern und umarmte sie. Jetzt st\u00f6rte es Josef nicht mehr, dass sie seine Freudentr\u00e4nen sahen. Und langsam erkannten die Br\u00fcder auch, dass es wirklich Josef war und dass er ihnen vergeben hatte. Sie redeten noch lange miteinander. Aber dann machten sie die Br\u00fcder wieder auf den Heimweg, denn sie wollten alles ihrem Vater erz\u00e4hlen.<\/p>\n<p>Josef gab ihnen viele Geschenke mit und so kamen die Br\u00fcder nach Kanaan zur\u00fcck. \u201eJosef lebt! Wir haben ihn getroffen!\u201c, berichteten sie aufgeregt. Erst konnte Jakob es gar nicht glauben, aber als sie ihm alles erz\u00e4hlt hatten und er die vielen Geschenke sah, freute er sich riesig. \u201eJosef lebt!\u201c, jubelte er, \u201eIch will sofort nach \u00c4gypten gehen und ihn sehen.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>zur Startseite: www.derKindergottesdienst.de Die zweite Reise der Br\u00fcder Josefs nach \u00c4gypten (Josef gibt sich zu erkennen) Bibeltext: 1. Mose 43,1-45,28 Lehre: Vergib dem anderen! Bibelvers: Epheser 4,32 (Luth): Seid aber untereinander freundlich und herzlich und vergebt einer dem andern, wie auch Gott euch vergeben hat in Christus. Die S\u00f6hne Jakobs waren aufgeregt. Sie bereiteten alles gut vor. Sie wollten keinen Fehler machen. Schlie\u00dflich ging es um ihr Leben. Endlich hatte ihr Vater Jakob ihnen die Erlaubnis gegeben, mit Benjamin zusammen nach \u00c4gypten zu gehen. Dort sa\u00df Simeon immer noch im Gef\u00e4ngnis. Eigentlich wollte Jakob Benjamin nicht gehen lassen, aber jetzt hatten sie wieder kein Getreide und nichts zu essen. \u201eIch verspreche dir, dass ich ihn zur\u00fcckbringe\u201c, sagte Juda zu seinem Vater. \u201eWenn Benjamin etwas passiert, dann will ich die Schuld tragen.\u201c Und jetzt waren die Br\u00fcder mit Benjamin auf dem Weg. Aber Angst vor dem \u00c4gypter hatten sie trotzdem. Schlie\u00dflich hatte jeder von ihnen ja sein Geld wieder in seinem Getreidesack gefunden. Jetzt w\u00fcrde er nicht nur denken, sie seien Spione, sondern auch noch Diebe. Aber es blieb ihnen ja keine andere Wahl, wenn sie Essen kaufen wollten. 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